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Energiesparen aus betriebswirtschaftlicher Sicht


Energiekosten > Betriebskosten > Gesamtkosten > Abwassergebühr
Betrachtet man die finanzielle Seite, so ergibt sich folgendes Bild: Die Energiekosten betragen nach neueren Erhebungen etwa 16 % der Betriebskosten und zwar weitgehend unabhängig von der Ausbaugröße. Natürlich gibt es von diesem Mittelwert starke Abweichungen im Einzelfall, so daß diese bei energieintensiven Anlagen durchaus 20 % und mehr der Betriebskosten ausmachen können. Da die Betriebskosten jedoch nur 45 % der Gesamtkosten betragen, verursacht der Energieverbrauch der Kläranlage nur etwa 7 % der Abwasserbehandlungskosten. Bezogen auf die Abwassergebühr, die ja auch Kosten des Kanalnetzes mit abdeckt, liegt der Anteil sogar noch unter 5 %.

Förderprogramme
Neben den finanziellen Einsparungen, die sich aus der Energieeinsparung selbst ergeben, sind weitere Finanzierungsmöglichkeiten denkbar. Einige Maßnahmen wie z.B. Wärmedämmung oder innovative Techniken bei der Nutzung regenerativer Energien können über spezielle Förderprogramme (teil-)finanziert werden. Größere Investitionen z.B. im Bereich der Belüftung werden über entsprechende Landesmittel gefördert, wenn sie in eine Erweiterung der Kläranlage eingebettet sind. Interessant kann auch eine Finanzierung per Verrechnung mit der Abwasserabgabe sein.

Contracting-Modelle
Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, bei Maßnahmen mit großem Investitionsvolumen Contracting-Modelle in Erwägung zu ziehen, bei denen entweder der Lieferant selbst oder ein Dritter die Investitionskosten vorfinanziert und über die Einsparungen bezahlt wird. Diese Möglichkeit wird vor allem bei BHKWs praktiziert, wo der Contractor ggf. auch Betreiber des BHKWs wird.