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Etappe 3: Die Feinanalyse


In diesem Schritt geht es um die genauere Betrachtung der Ursachen des hohen Stromverbrauchs und um die technische und finanzielle Machbarkeit von Optimierungen. Hier müssen zwangsläufig Einzelfallbetrachtungen angestellt werden, die nicht mehr standardisiert durchgeführt werden können. Je nach Ergebnis der Grobanalyse sind Berater oder Planer unterschiedlicher Fachrichtungen hinzuzuziehen, die die erforderlichen Grundlagen ermitteln und eine genaue Bemessung sowie Wirtschaftlichkeitsanalyse durchführen können. Neben einer Vertiefung der Untersuchungen und einer Überprüfung der Ergebnisse aus der Grobanalyse sind insbesondere bei größeren Kläranlagen auch weitere Messungen, Untersuchungen des Umfeldes und verfahrenstechnische Optimierungsrechnungen denkbar:
  • Messung der Tagesganglinien des Stromverbrauchs der Gesamtanlage und/oder wichtiger Verbrauchergruppen.
  • Dynamische Simulation der biologischen Stufe zur Überprüfung von alternativen Betriebsweisen und Kapazit ätsreserven.
  • Statistische Auswertung des Betriebstagebuches
  • Eintragsversuche zur Bestimmung des Sauerstoffertrages unter Betriebsbedingungen
  • Möglichkeiten der Mitbehandlung von Konzentraten und Abfällen (Kofermentation)
  • Möglichkeiten der externen Abwärmenutzung
  • Erkundung von Entsorgungsalternativen für Klärschlamm
Außerdem werden in dieser Phase die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen präzisiert. Das Ergebnis der Feinanalyse sind dann detaillierte Vorschläge zur Energieeinsparung mit Kostenschätzungen und Finanzierungsvorschlägen (Fördermittel, Stromtarifänderungen etc.). Auf dieser Basis kann auch eine Prioritätenliste für die Umsetzung der Maßnahmen erarbeitet werden. Dabei sind die ohnehin geplanten Investitionen oder Instandhaltungsarbeiten zu berücksichtigen.