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Konventionelle Meßverfahren für die Fremdwasserbestimmung


Ein konventionelles Meßverfahren für die Bestimmung von Fremdwasser in Kanalsystemen ist die Messung über Füllstand und Rohrprofilkurven. Dieses hat den Nachteil, daß es bei niedrigen Durchflüssen sehr ungenau ist.

Deshalb werden oft technisch aufwendigere Meßsysteme wie Messwehre, Messungen mit Ultraschall, magnetisch Induktive Messung (IDM oder MDI) oder Ultraschall-Durchflussmessgeräte (Doppler) verwendet. Alle diese Verfahren haben für den Einsatz im Rahmen von Fremdwassermessungen folgende Nachteile:

  • Der Einbau ist häufig aufwendig und zeitraubend.
  • Oft ist ein Einstau der Kanäle erforderlich, dies kann zu Verzögerungen und zu Verfälschungen der Messergebnisse führen.
  • Höhere Störanfälligkeit gegenüber Verschmutzungen.

Die Installation fester Durchfluß-Messeinrichtungen im Kanalnetz erfordert weiterhin einen sehr hohen finanziellen Aufwand und begrenzt von daher die Anzahl der möglichen Meßpunkte.

Ein Vorteil dieser Meßverfahren ist, daß man Ganglinien des Fremdwasserverlaufes erhält. Für Aufgabenstellungen, die mit

  • der Bestimmung des Gesamtfremdwasseraufkommens
  • der Verteilung des Fremdwasseranfalls in einem Einzugsgebiet,
  • der Lokaliserung von Fremdwasserquellen

zu tun haben, spielen Ganglinien jedoch eine untergeordnetet Rolle.

Die Überwachung der Kanalnetze mittels TV-Befahrung ermöglicht die Lokalisierung von Fremdwasserquellen, nicht jedoch deren Quantifizierung.