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Meßverfahren nach dem Tracer-Prinzip

 

Hierbei handelt es sich um eine mobile Messeinrichtung, die nach der Verdünnungsmethode eine hohe Messgenauigkeit mit sehr flexiblen Anwendungsmöglichkeiten kombiniert. Das Messprinzip beruht auf der Auswertung der Verdünnung einer Tracerlösung im Abwasser- bzw. Fremdwasserstrom, die über eine Leitfähigkeitsmessung erfasst wird. Pro Messtag können bei guter Vorbereitung 15 - 20 Messpunkte erfasst werden. Dies ermöglicht folgende Vorgehensweise:

  • Es wird i.d.R. nachts gemessen um den Einfluss von Schmutzwasser auszuschalten, bzw. so gering wie möglich zu halten. Außerdem wird optisch und über die Messung der Leitfähigkeit permanent kontrolliert, ob relevante Anteile an Schmutzwasser vorhanden sind.
  • Zunächst werden die absoluten Fremdwassermengen in den Teilort-Bereichen bzw. Kanalhaltungen ermittelt und als prozentuale Verteilung angegeben.
  • Wenn ausreichende Daten über Flächen- oder Einwohnerwerte vorliegen, werden die flächen-spezifischen bzw. einwohnerspezifischen Fremdwassermengen berechnet.
  • Nach der Feststellung der Fremdwasserverteilung im Kanalnetz wird versucht, Schadstellen und Einleitungen im Kanalnetz durch schrittweises Eingrenzen zu lokalisieren und zu quantifizieren.

Weiterhin werden - soweit vorhanden - Daten über Zuflüsse und Abwassermengen ausgewertet, um den Verlauf des Fremdwasseranfalls in den unterschiedlichen Jahreszeiten zu bestimmen. Es kann sich ggf. als sinnvoll erweisen, mehrere Messkampagnen in über das Jahr verteilt vorzunehmen.