Was spricht langfristig für Energiesparen in der Abwasserreinigung?
Natürlich stehen zunächst Rentabilitätsüberlegungen im Vordergrund. Dies wird insbesondere bei der Faulgasverwertung oder beim Ersatz von „Stromfressern“ die wesentliche Motivation sein. Die Erstellung eines Energiekonzeptes und dessen Umsetzung kann aber auch aus eher politisch-strategischen Überlegungen resultieren. Strategische Gründe können sein:
- Ein Unternehmensleitbild des Anlagenbetreibers, das auf einen ganzheitlichen Umweltschutz zielt: Optimaler Gewässerschutz bei minimaler Belastung der Umwelt.
- Steigender Kostendruck, der durch geplante Energiesteuern noch verschärft wird
- Energieeinsparung als Teil einer Gesamtoptimierung der Anlage oder zur Ausschöpfung von Kapazitätsreserven, z.B. durch verbesserte Prozeßleittechnik.
- Verbesserung der Entsorgungssicherheit und Verringerung der Entsorgungskosten, z.B. durch Umstieg auf Schlammfaulung oder Mitvergärung von Bioabfällen (Co-Fermentation) Hier sind vor allem die künftig verschärften Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zur Klärschlammdeponierung von Bedeutung.
- Verringerung der Abwasserabgabe durch stabile Einhaltung der Überwachungswerte bei verbesserter Meß- und Regeltechnik (Optimierung der Prozeßleittechnik)
Unabhängig davon sind Maßnahmen zur Energieeinsparung sinnvoll bei
- Ersatz defekter oder veralteter Aggregate,
- Betriebsst örungen durch überdimensionierte Anlagen,
- hohem Wartungsaufwand oder geringer Effizienz wegen fehlender Automatisierung,
- anstehendem Um- oder Neubau einer Anlage.
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